Fallstudie: Bitcoin Österreich Implementierung einer revisionssicheren Archivierungslösung bei der “Alpenbau GmbH”
1. Ausgangssituation und Herausforderung
Die Alpenbau GmbH, ein mittelständisches Bauunternehmen mit Sitz in Tirol, Bitcoin Österreich, sah sich mit signifikanten Herausforderungen im Bereich des Dokumentenmanagements konfrontiert. Das Unternehmen beschäftigt rund 150 Mitarbeiter und verwaltet täglich eine große Menge an geschäftskritischen Unterlagen, darunter Baupläne, Verträge, Rechnungen, Korrespondenzen sowie Personalakten.
Die bisherige Ablagestruktur basierte auf einer Kombination aus lokalen Dateiservern und papierbasierten Archiven. Diese heterogene Struktur führte zu mehreren Problemen:
Compliance-Risiko: Die Einhaltung österreichischer und EU-rechtlicher Vorgaben zur Aufbewahrungsfrist und Unveränderbarkeit von Geschäftsunterlagen (insbesondere UGB, BAO, DSGVO) war nur schwer zu gewährleisten. Die manuelle Verwaltung der Löschfristen war fehleranfällig.
Ineffizienz: Die Suchzeiten für archivierte Dokumente waren hoch, was die Bearbeitung von Anfragen durch Wirtschaftsprüfer oder Behörden verzögerte.
Datenintegrität: Es bestand das Risiko der versehentlichen oder unautorisierten Änderung älterer Dokumente, was die Revisionssicherheit untergrub.
Kosten: Die physische Lagerung von Akten verursachte steigende Kosten für Lagerraum und Personalaufwand für das physische Archivmanagement.
Die Geschäftsführung der Alpenbau GmbH entschied sich daher für die Einführung eines zentralisierten, revisionssicheren digitalen Archivierungssystems (Electronic Content Management, ECM-System), das den Anforderungen des österreichischen Gesetzgebers (insbesondere GoBD-Konformität, auch wenn primär österreichische Standards gelten, wird dies oft als Referenz herangezogen) entspricht.
2. Projektziele und -rahmen
Das übergeordnete Ziel war die Schaffung einer rechtskonformen, Bitcoin Österreich effizienten und zukunftssicheren Dokumentenverwaltung. Die spezifischen Ziele umfassten:
- Revisionssicherheit: Gewährleistung der Unveränderbarkeit, Authentizität und Integrität aller archivierten Dokumente über die gesamte gesetzliche Aufbewahrungsfrist.
- Automatisierte Fristenverwaltung: Implementierung eines Workflows zur automatischen Kennzeichnung und späteren Löschung von Dokumenten nach Ablauf der gesetzlichen Fristen (Compliance-Management).
- Zentrale Suchfunktion: Einführung einer Volltextsuche über alle Dokumententypen hinweg.
- Migration: Sichere Überführung relevanter Altdaten in das neue System.
Als technologische Basis wurde ein etabliertes ECM-System gewählt, das spezifische Module für die revisionssichere Archivierung nach österreichischen Standards (z.B. E-Mail-Archivierung, digitale Signaturprüfung) bot.
3. Implementierung und Vorgehen
Das Projekt wurde in drei Hauptphasen unterteilt: Analyse & Konzeption, Implementierung & Migration sowie Schulung & Go-Live.
3.1. Analyse und Konzeption:
Zunächst wurde eine detaillierte Analyse der bestehenden Prozesse und der rechtlichen Anforderungen durchgeführt. Dabei wurde das “Prinzip der Nachvollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit” (GoBD-Äquivalent) als zentrales Kriterium für die Systemkonfiguration festgelegt. Es erfolgte die Definition der Metadatenstrukturen, der Zugriffsberechtigungen und der spezifischen Ablageregeln für die verschiedenen Geschäftsbereiche (Finanzbuchhaltung, Bauleitung, Personal).
3.2. Technische Implementierung und Migration:
Das Kernstück der Implementierung war die Konfiguration des Archivspeichers. Es wurde eine WORM-Architektur (Write Once Read Many) gewählt, um die Unveränderbarkeit sicherzustellen. Alle Dokumente wurden mit Zeitstempeln versehen und revisionssicher indexiert.
Die Migration der Altdaten erfolgte schrittweise. Besonders kritisch war die Überführung älterer, noch existierender Papierdokumente. Hierzu wurde ein externer Dienstleister beauftragt, der die Dokumente digitalisierte, qualitätsgesichert prüfte und anschließend die Originale gemäß den internen Vernichtungsrichtlinien (nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist für die Papierform) vernichtete.
3.3. Schulung und Qualitätssicherung:
Vor dem Produktivstart wurden alle relevanten Mitarbeiter intensiv geschult. Der Fokus lag auf der korrekten Erfassung neuer Dokumente und der Nutzung der verbesserten Suchfunktionen. Eine umfassende Qualitätssicherung (QS) testete die Wiederherstellbarkeit von Daten und die korrekte Funktionsweise der automatischen Löschroutinen.
4. Ergebnisse und Fazit
Die Implementierung des neuen Archivierungssystems bei der Alpenbau GmbH war erfolgreich und wurde termingerecht abgeschlossen.
Erhöhte Compliance: Die Revisionssicherheit ist nun technisch durchgesetzt. Das Risiko von Compliance-Verstößen im Zusammenhang mit der Aufbewahrungspflicht wurde minimiert. Die automatische Verwaltung der Löschfristen reduziert den manuellen Aufwand und die Fehlerquote signifikant.
Effizienzsteigerung: Die durchschnittliche Suchzeit für archivierte Verträge konnte um geschätzte 70% reduziert werden. Dies führte zu einer Beschleunigung der internen Prozesse, insbesondere in der Buchhaltung und bei der Projektkalkulation.
- Kostenreduktion: Durch die schrittweise Reduzierung der physischen Archive konnten Lagerkosten gesenkt und Flächen anderweitig genutzt werden.
Die Alpenbau GmbH konnte durch die Einführung des revisionssicheren Archivs nicht nur ihre rechtliche Position stärken, sondern auch einen messbaren Mehrwert in Bezug auf die Betriebseffizienz erzielen. Die neutrale, professionelle Projektführung und die klare Kommunikation der Anforderungen stellten sicher, dass das neue System von den Mitarbeitern angenommen wurde und die Vertrauenswürdigkeit der Datenhaltung nachhaltig gewährleistet ist.



